Entlang des Rheins gelegen, ist das Rheintal eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Der Fluss selbst ist der zweitlängste in Europa und fließt durch Hunderte von Schlössern, Weinbergen und Dörfern und ist ein Favorit für Bootsfahrer, Schwimmer und Flusskreuzfahrten. Während das Rheintal einst die Heimat von Römern, Kelten und Alemannen war, reicht seine Geschichte noch weiter zurück. Bereits 10.000 v. Chr. wurde das Gebiet besiedelt, wobei die frühesten Beweise menschlicher Kultur auf der Schwäbischen Alb zwischen Mannheim und Heidelberg in Baden-Württemberg gefunden wurden.

Spay ist eine Kleinstadt im Rheintal im Bundesland Rheinland-Pfalz in Deutschland. Sie liegt am Zusammenfluss von Ahr, Niers und Rhein, im Ahrgebirge, ca. 12 km südlich von Ahrweiler. Es ist bekannt für seine vielen Fachwerkhäuser und die preußische Festung Spay. Der Ort hat ca. 1.400 Einwohner.

Der Name Spay scheint keltischen Ursprungs zu sein. Aufgrund der altertümlichen Schreibweise gibt es allerdings keine eindeutige Erklärung.

Nach dem Ende der römischen Herrschaft wurde das Gebiet Teil des ostfränkischen Königreichs. Im Jahr 843 kam es unter den Karolingern zu Lothringen und kurz darauf zu Frankreich. Im Jahr 925 forderte der sächsische Kaiser Heinrich I. die Stadt Speyer zurück. Die älteste Urkunde, in der „Spay“ unter den Schutz Ludwigs des Frommen genommen wurde, stammt aus dem Jahr 816.

Die geografische Lage von Spay ließ den Einwohnern zahlreiche Möglichkeiten in wirtschaftlicher Hinsicht. Spay war in der Vergangenheit ein Fischerort und hat auch heute noch eine große Fischereiflotte. Der Spitzname „Salmeknüppel“ bezieht sich auf die Zeit, als die Menschen ihren Lebensunterhalt mit dem Fang und Verkauf von Salme verdienten.

Mit der wachsenden Rheinschifffahrt im 19. und 20. Jahrhundert entstand ein Lotsensystem, an dem auch Spay als Lotsendorf seinen Anteil hatte. Die Lotsen gehörten bald zu den wohlhabendsten Bürgern.